Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadt- und Ortszentren

Kurzüberblick Nahversorgungsprojekte

NAFES unterstützt NÖ Gemeinden bei der nachhaltigen Sicherung der Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Gefördert werden investive Maßnahmen der Gemeinde in deren letzten Lebensmittelvollsortimenter (z.B. Gebäudeerrichtung/-sanierung, Ankauf Ladeneinrichtung, etc). Die von der Gemeinde unterstützte Betriebsstätte hat max. 400 m² Verkaufsfläche (40m² zusätzlich bei gewerblichen Ausschankmöglichkeiten oder Postpartnerschaften) und wird von einem selbständigen Betreiber mit insgesamt  max. 7 Standorten betrieben.

Die genauen Fördergrundlagen entnehmen sie den Richtlinien.

Hier einige ausgewählte Umsetzungsbeispiele:
Waldenstein - Nahversorger eröffnet-

Waldenstein - Nahversorger eröffnet

Die NÖ Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadt- und Ortszentren (NAFES) unterstützte im Waldviertel ein Projekt, um einen Nahversorger im Ort zu installieren. Die Kaufmannsfamilie Walenta, die bereits seit Jahrzehnten ein Nah&Frisch Geschäft in Kirchberg am Walde betreibt, eröffnete eine Filiale in der Nachbargemeinde Waldenstein.

Nachdem das Lebensmittelgeschäft vor etwa einem Jahr zusperrte, war die Gemeinde sehr um einen Nachfolger bemüht und die neuen Räumlichkeiten wurden in nur drei Monaten adaptiert. Unterstützung erhielt Familie Walenta nicht nur von der Gemeinde Waldenstein, sondern auch von NAFES und der KASTNER Gruppe. Möglich gemacht hatten es außerdem die Hauseigentümern Silvia und Hartwig Tauber, die das Geschäftslokal für die nächsten zehn Jahre mietfrei zur Verfügung stellen. Auf einer Verkaufsfläche von 100m² präsentiert sich ein abgestimmtes Sortiment für den täglichen Bedarf, mit Feinkostabteilung samt Plattenservice, auch Geschenkkörbe sind erhältlich. NAFES hat die Aufgabe, die Bemühungen von Gemeinden städtisch geprägter Ortskerne finanziell zu fördern. Die Fördermittel werden gemeinsam von Wirtschaftskammer NÖ und Land NÖ zur Verfügung gestellt. Unterstützt werden Aktivitäten, die dazu geeignet sind, nachhaltig die Attraktivität städtisch geprägter Ortskerne zu erhöhen, neue Kundenkreise zu gewinnen und Stammkunden zu halten wie eine Verbesserung der Infrastruktur, verstärkte Kooperation der Betriebe, Verbesserung des Branchenmix und Werbemaßnahmen.
Mitterbach - Neuer Nahversorger im Ötscherland-
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Mitterbach - Neuer Nahversorger im Ötscherland

Durch eine vorbildliche Kooperation zwischen der Gemeinde, deren BürgerInnen und einem heimatverbundenen Privatinvestor kehrte ein Nahversorger ins Ortszentrum von Mitterbach zurück.

Nachdem im Jahr 2009 der letzte Nahversorger überraschend schloss, stand die Tourismusgemeinde Mitterbach ohne Lebensmittelhändler da. Eine schwierige Zeit für die Gemeindebürger und auch für die zahlreichen Tourismusgäste der Region. Seitens der Gemeinde, insbesondere durch Bürgermeister Alfred Hinterecker, wurde umgehend mit der Suche nach einem geeigneten Nachfolger begonnen. Die Rahmenbedingungen waren dabei nicht allzu einfach: als Geschäftslokal wurde das leerstehende Postgebäude im Ortszentrum mit bester Verkehrsanbindung auserkoren. Doch die Ankauf- und Umbaukosten für die Gemeinde oder einen Unternehmer schienen betriebswirtschaftlich gesehen nicht finanzierbar zu sein. Erst durch den Kontakt zu Peter Sommerer, einem heimatverbundenen Privatinvestor, konnte das Projekt schließlich erfolgreich umgesetzt werden.

Herr Sommerer kaufte das Gebäude von der Post und betreibt mit einem erfahrenen Mitarbeiterteam das Lebensmittelgeschäft. Zusätzlich unterstützte die Bevölkerung den Nahversorger mit dem Ankauf von Bausteinen. Bei der Eröffnung und auch am ersten Verkaufstag konnte man in den Gesichtern der Gemeindebürger die Freude über den neuen Nahversorger deutlich erkennen und es wurde fleißig eingekauft.

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